Über die LIGA
by
PDG Dr. Hans-Otto Strumm
—
last modified
2011-02-01 20:30
Warum braucht es die LIGA für Aeltere e.V.?
Unsere Gesellschaft wird kontinuierlich älter (demographischer Faktor).
Die Arbeit der „LIGA für Aeltere e.V:“ ist bewusst breit aufgestellt, denn viele Faktoren sind dadurch zu berücksichtigen.
- Der Strukturwandel unserer Gesellschaft verändert rasant die Rahmenbedingungen für ein sich lohnendes Leben im Alter als aktiver Teil unserer Gesellschaft. Ein tief greifender kultureller Wandel ist spürbar. Immer intensiver bestimmen die Individualisierung und die Pluralisierung der Lebenswelt auch den Alltag älterer Menschen. Ein konkretes Arbeitsfeld in diesem Rahmen ist derzeit die Reduzierung der gesellschaftsspaltenden Tendenzen durch Altersdiskriminierung und Jugendorientierung.
- Der globale Wandel bezieht sich auf alle Aspekte des Lebens. Er beeinflusst u.a. durch Reisen die Kultur und die Bildung älterer Menschen und schafft positive Anreize zum Lernen im Alter. Daher arbeiten wir an Modellen zur beständigen Weiterentwicklung des Wissens älterer Menschen zum Nutzen desselben für die Gesellschaft.
- Der „Jugendwahn“ der letzten Jahrzehnte hat sehr viele gut ausgebildete Menschen durch Frühverrentung bzw. Arbeitslosigkeit sehr jung zu Rentnern werden lassen. Sehr viel Wissen wurde dadurch stillgelegt und ein sehr großer gesellschaftspolitischer, sozialer, gesundheitlicher und volkswirtschaftlicher Schaden ist zu bilanzieren.
- Wir wollen dieses Wissen reaktivieren, denn es ist beste „Manpower“ für unsere Gesellschaft. Ältere Menschen gehören nicht aufs Abstellgleis, sondern als tragende Säule zurück ins Zentrum unserer Gesellschaft. Sie sind nicht nur Hilfebedürftige, wie es unserer Gesellschaft gerne Glauben macht, sondern gerne im Rahmen ihrer gesundheitlichen Möglichkeiten engagierte aktive Helfer. Der gesellschaftspolitische Trend ist umzukehren!
- Wir wollen damit präventiv gegen Vereinsamung im Alter, Altersdepression und Verlust der Selbstachtung wirken.
- Die Sozialsysteme unserer Gesellschaft sind gut gemeint, wirken aber teilweise sehr ineffektiv.
- Unterschiedliche Kostenträgersysteme für Krankheit und Pflege erschweren die Umsetzung des Prinzips Prävention und geriatrische Rehabilitation vor verwahrender Pflege. Dies kann nicht sein, denn aus Kostengründen durch die Krankenkasse unterlassene Rehabilitation verhindert die Erhaltung der größtmöglichen Selbstständigkeit im Alter und führt ohne wirkliche Notwendigkeit zu einer frühen Heimeinweisung zu Lasten der Pflegeversicherung.
- Die zur Vermeidung des Generationenkonflikts notwendigerweise immer geringer werdenden Renten erfordern die Entwicklung von Ideen für erschwingliches, altersgerechtes Wohnen und eine andersartige Stadtentwicklung und Raumplanung zur Vermeidung einer Ghettoisierung der unterschiedlichen Gruppen in unserer Gesellschaft.
- Ist eine Heimeinweisung zwingend, so vermisst man noch immer das Etablieren einer wirksamen Qualitätssicherung in der Altenpflege.
- Daneben fördert die „LIGA für Aeltere e.V.“ Forschungsprojekte über die typischen Altersphänomene, um hieraus einen gesellschaftlichen Gesamtnutzen zu ziehen.
LIGA für Aeltere e.V. - Lobby-Arbeit für Selbstbestimmtheit im Alter
Vortrag LIGA für Aeltere